Netzwerken? Ich wohne seit Jahren am selben Ort und bin sehr gut vernetzt. Mein Bekanntenkreis ist groß.
Wenn etwas benötigt wird, kenne ich die richtigen Ansprechpartner*innen und kann passenden Empfehlungen geben.

Mein Business lief bislang wunderbar. Ich leistete gute Arbeit und meine Kunden dankten es mir, indem sie mich rege weiter empfahlen, so dass meine Auftragslage stets sehr zufriedenstellend war.

Doch dann kam Corona und mit dem Virus der Lockdown.

Von einem auf den anderen Tag war alles anders. 
Die Angebote, die ich in die Welt gebracht hatte, wurden nun von den Kunden auf Eis gelegt – sie wussten ja nicht, was die Zukunft bringen würde.
So blieben mir meine Wartungskunden und viel freie Zeit…

Da ich schon von Berufs wegen sehr online affin  bin, wendete ich meine Aufmerksamkeit nun verstärkt dem Internet zu und hier dann ganz schnell den Social-Media-Kanälen.
Gute Gelegenheit sich intensiver mit der Materie zu beschäftigen. Ich hatte zwar alle notwendigen Accounts, aber mich ansonsten nur ansatzweise damit beschäftigt.

Facebook, LinkedIn hießen nun tagtäglich meine neuen Ansprechpartner und ich hatte immer mehr Spaß daran.
Ich nahm an diversen Challenges und Kursen Teil, belegt Seminare und nutzte die Zeit, um mich fortzubilden. Auch wendete ich mich diversen Gruppen zu und fand es tröstlich in der nun weitestgehend kontaktlosen Zeit mich mit anderen Menschen, mit ähnlichen Interessen und den gleichen Problemen, auszutauschen. Das Netzwerken hatte plötzlich eine andere Färbung erhalten. Mir waren plötzlich völlig fremde Menschen sympathisch  und die bislang bestehende Scheu gegenüber Kontakten im Netz schwand. 

Ich registrierte mich in diversen Foren und nutze auch die angebotenen lokalen Online-Plattformen um auch online sichtbar zu werden. Kaum 4 Wochen später, erstrahlten meine Accounts in neuem Glanz, ich hatte viele neue Follower und scheute mich nicht mehr täglich etwas zu posten. 

Die ersten Anfragen trudelten ein, denn man kannte sich ja aus diesem oder jenem Netzwerk und ich hatte dadurch einen Vertrauensvorsprung. 

Seither sind wieder ein paar Wochen ins Land gezogen und mittlerweile ist das Kontaktverbot in Abstandsgebot und Maskenpflicht umgewandelt worden. 

Ich bin mittlerweile aktives Mitglied in einem lokalen Businessnetzwerk und einem international agierenden Frauennetzwerk. Die Treffen finden nun nicht mehr nur online (z.B. über Zoom) statt, sondern auch offline… Und die Freude ist groß, wenn man sich dann endlich mal zu Gesicht bekommt.
Die Kunden deren Angebote auf Eis lagen, sind „wach“ geworden.
Die meisten von Ihnen nutzen nun die Chance, auch in der Krise sichtbar zu werden und lassen sich eine authentische Website von mir erstellen oder die alte Website aktualisieren. 

Meine Auftragslage ist nun besser denn je. Die Kundenempfehlungen funktionieren wieder wie zuvor und jetzt kommen noch die Empfehlungen über die beiden Netzwerke hinzu.

Mein Fazit:
Netzwerken? Ja, auf jeden Fall und am liebsten offline. Aber in Krisenzeiten sollte die Online-Sichtbarkeit erhöht werden und dabei helfen verstärkte Netzwerkaktivitäten auf den bekannten Social-Media-Kanälen. Fast ebenso wichtig sind natürlich eine authentische Website und ebensolche Social-Media-Accounts (passend zur Zielgruppe).

Der wichtigste Grund aber für das Netzwerken ist Spaß.
Ob online oder offline, es ist einfach schön, neue Menschen kennenzulernen, sich mit ihnen auszutauschen, Neues zu lernen und sich ganz „nebenbei“ mit ihnen zu vernetzen.

Ich freue mich sehr, wenn Sie diesen Beitrag teilen.